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1:0 fuer die Sahara
nach 3 Tagen hats mich rausgehauen und ich hab aufgegeben...
am ersten Tag war noch alles ganz easy, rauf aufs dromedar rein in die palmen und nach 1,5h waren wir auch schon an den bivuaks und ab dann war nur noch chillen angesagt. nachts hab ich versucht unterm sternenhimmel zu schlafen, wurde aber von einem kleinen sandsturm dazu gebracht doch ins zelt zu gehen.
am naechsten morgen musste ich mein fruehstueck gegen 2368532 Fliegen und 4 hungrigen Katzen verteidigen. Kurz danach ging es auch schon direkt ins Gelaendefahrzeug und weiter ins Herz der Wueste. Nach 2h Fahrt kamen wir bei einem kleinen Dorf an, wo bereits eine weitere Gruppe pausierte und das Mittagessen schon vorbereitete. Zu der Gruppe gehoerten Luise und Sebastian aus Paris, die mir von Ihren Erfahrungen berichteten, aber die Organisation auch noch nicht ganz verstanden hatten
So stellte sich im Laufe des Essens heraus, dass sie mit dem Gelaendewagen zurueck fuehren und ich mit Hambu weiter trekke. Ahh, das war der der bisher am wenigsten gesprochen hatte...Sehr schoen...Bevor wir losgingen holte er noch schnell Wasser und rief im Weggehen noch irgendwas vonwegen 'vorsicht, das isst Haende', aber da war es auch schon zu spaet, denn genau das dromedar was ich grad am hals streicheln wollte mochte es ueberhaupt nicht angefasst zu werden. Aber ich bekam die Hand grad noch rechtzeitig aus dem maul heraus. Die Organisation hatte ich so verstanden, dass wir tagsueber trekken und abends in bivuaks sind, aber als es langsam abend wurde dachte ich zunaechst der gute berbernormade haette den weg verloren, weil er die ganze zeit suchend jeden baum und jede duene inspizierte...aber an einem bestimmten baum sagte er dann 'so,hier bleiben wir heut nacht'.
also kein gruppenkuscheln mit anderen touris, sondern auch noch die nacht allein mit dem mann, der fast mehr deutsch als franzoesisch sprach, aber wir uns nicht verstehen konnten. haette aber nicht besser sein koennen: wir haben lecker essen gemacht und anschliessend noch ein feuer gemacht und die ganze zeit tee getrunken, nachts bin ich oft wach geworden, weil es schon sehr windig wird und mit den ersten sonnenstrahlen bin ich raus und das fruehstueck war fertig, und durch den fruehen aufbruch kam auch das fruehe mittagessen schon um halb 11, da war ich ja bestimmt mal frueher als meine liebe grosstante![]()
abends am naechsten baum angekommen breiteten wir die teppiche auf einem skarabaeennest aus und fingen direkt an das essen zuzubereiten denn wer sich nicht bewegt wird direkt von den fliegen attackiert. Nachdem das Essen fertig war merkte ich schon dass ich irgendwie gar keinen hunger hab: es war tierisch heiss den ganzen tag und nach dem mittagessen hatte ich schon eine h geschlafen, was ich sonst nie koennte. Sei's drum, gegessen hab ich abends trotzdem, nur leider mit der folge dass ich mir eine h spaeter den finger in den rachen schieben musste und die ganze nacht nicht schlafen konnte, nicht zuletzt auch weil die dromedare die ganze nacht tierisch aufgeregt waren. Als ich am naechsten Morgen hinter den Baum in den schatten zu hambuh ging zeigte er mir was der grund fuer die aufregung der tiere nachts war: als er aufstand und das fruehstueck machen wollte fand er hinter dem baum eine giftige schlange, die sich in den sand gerollt hatte...das war dann doch mein stichwort und mit dem fettesten sandsturm seit beginn im gesicht erpichte ich auf das gelaendefahrzeug. leider dauerte es bis zum vormittag dass diese bitte auch bei hambu vorgedrungen war und wir uns mit ammam trafen, der mich zum camp brachte. dort hab ich den nachmittag ueber gechillt und bin abends zurueck nach zagora. aber vorher hab ich wieder an den spruch gedacht 'einmal runtergefallen, direkt wieder draufsteigen' und hab noch eine targine gegessen![]()
meine erste tat in zagora war dann die aufsuche des naechsten hammams und entspannung zwischen maennern. anschliessend alle klamotten in die reinigung bringen und nen riesenteller reis im hotel gegessen. heut bin ich super ausgeschlafen und mach mich gleich auf den weg nach marrakesh, wo ich vorraussichtlich wieder bei coleen unterkomme und vielleicht noch einen tag bleiben werde.
also machts gut und bis bald, denn heut beginnt der rueckweg
der maz
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