Archiv für: April 2009
alicante am start
da bin ich schon wieder ein stueck weiter und befinde mich immer mehr schon auf der heimreise nach deutschland. Gestern bin ich mit viel hampelei in alicante bei angel angekommen. viel hampelei weil mein navihandy alle 5 min spaetestens abstuerzt und ich dann insbesondere in den staedten anhalten muss und durchstarten muss um zu den adressen der hoster zu finden beziehungsweise wenn ich grad ne ueberlandstrecke genommen hab mich erstmal orientieren muss, in welche richtung es weiter geht. dank dabei an den adac und den guten tipp von laurenz schoeppner nochmal ohne den ich die ganzen europakarten wohl nicht als backup im gepaeck haette. am sonntag hab ich die alhambra in granada besichtigt und bin sogar extra frueh aufgestanden, da mir einige voegel aus unterschiedlichen ecken gezwitschert haben ich wuerde sonst keine karten mehr bekommen. und anstehen brauchte ich zum glueck auch nicht, da ich meine kreditkarte dabei hatte und man damit die karte direkt am automaten bekommt. nur auf die gueltigkeitsdauer wurde ich leider nicht hingewiesen und so hab ich mich um 14.05uhr in den gartenteil generalife einfinden wollen, was aber leider nicht mehr moeglich war, da das ticket schon um 14uhr abgelaufen war. merde, naja, es war aber auch so sehr schoen und interessant und der perfekte tag war es auch, da es morgens noch geregnet hat und ich mich dann sogar in die museen verzogen hab. nachmittags hab ich auf gutes wetter hinter der sierra nevada spekuliert und wollte eine tour zu einem dorf machen, von dem mir yassirs mitbewohnerin anne erzaehlt hat. die route dahin sollte besonders gut sein. leider wurde das wetter in der gegend immer uebler und so fand ich meinen endpunkt an einem kleinen restaurant an der strasse um mich aufzuwaermen. von der karte hab ich nichts verstanden und somit nach dem freien finger prinzip bestellt und ueberraschenderweise einen kaeseteller und brot bekommen. gar nicht schlecht.
zurueck auf der strasse wollte ich einfach gemach zurueck fahren und noch ein paar fotos machen. an der ersten stelle bin ich jedoch beim abstellen der honda umgekippt und mein bein blieb drunter. ich versuchte ein paar spanier anzuhalten und die waren vollkommen ausser sich und dachten ich haette mich im fahren in der kurve lang gelegt. leider konnte ich ihnen mit meinem "ola" und "una cerveza, por favore" nicht klar machen dass gar nichts schlimmes passiert sei und ich froh bin dass der blinker heile ist
...
zu allem fing es dann auch noch richtig an zu regnen und endlich wieder auf der autobahn hab ich natuerlich maechtig zug auf die knie bekommen so dass ich in der wg erstmal das ganze heisse wasser aufgebraucht hab...
beendet haben wir den tag mit slumdog millionaer...
am naechsten tag sollte es frueh los gehen, wurde aber leider immer wieder von handyabstuerzen und verzweifelten suchen nach ruhigen chilloutplaetzen in parcs, die zwar ausgeschildert auf der autobahn, aber nirgends bei der abfahrt unterbrochen.
schliesslich kam ich bei angel in einer der tausend einbahnstrassen von alicante an und musste leider mit der honda nochmal durch den halben ort um die honda in eine sichere garage bringen...zum glueck hab ich dran gedacht vorher mein gepaeck abzuladen.
angel ist ein paradebeispiel fuer einen guten couchhoster. er hat mir noch einen teller nudeln gekocht und hatte sogar deutsches bier kalt gestellt. VIELEN DANK.
heute hab ich mir von ihm die burg von alicante und die cathedrale zeigen lassen. danach war echt mal zeit fuer ein wenig strand und ich hab mich den ganzen nachmittag richtig schoen verbrannt und ordentlichen strandsand gefressen (kinderkram gegen die sahara).
morgen gehts weiter nach tarragona fuer einen kleinen uebernachtungsstopp und dann gehts donnerstag zu guillaume nach toulouse, wo es dann mal ein erstes wiedersehen gibt. freu mich schon.
bis gleich
maz
gipfelbesteigung
der guide von der kasbah unter agdz hat auch unterschrieben
wie komm ich da wieder runter
hab ich mich dann auch erst gefragt als ich schon oben angekommen war
europa und wieder party

angekommen um mitternacht und mit yassir, anne und co bis 7 durchgefeiert
da steht sie gut

direkt am rande einer plattform vor der kueste von rabat
mueder haufen

diese kleinen piepmaeze laufen einem in der chellah in rabat ueberall ueber den weg oder sie chillen in ecken und schlafen
erste anlaufstelle in granada

nach der ankunft bei yassir
der tag danach

nach einer harten nacht in granada war brunnenchillout in der stadt angesagt
mitten im hohen atlas

hat man eine so phaenomenale aussicht vom pass
die schlange

die uns morgens zum fruehstueck erwartete
brotbacken ohne ofen in der wueste

teig auf den sand, heisse asche drueber und sand hinterher
500
...km hab ich gestern geknackt. Zwar waren 3h pause am zoll und auf dem schiff sazwischen, dafür war die 2. etappe in spanien auch umso härter und die weitere nacht umso länger...
nach einer nacht bei coleen in tahanoute bin ich auf jeden fall gleich weiter gefahren und hab ne harte autobahnlehrstunde genommen. vielen dank linkin park, aber ihr habt mich am ende leider auch ein wenig agro gemacht und sobald der körper vom tank hoch und die nadel unter 140kmh sank, nur weil son marokkaner wieder beide spuren für sich beanspruchte wanderte der daumen nicht selten direkt zur hupe. so ankommen in rabat schärft die laune, aber glücklicherweise sind die menschen dort total entspannt und ich konnte abends durch die souksstreifen ohne auch nur einmal angesprochen zu werden (fühlte mich schon fast einsam). nach dem erstwn streifzug landete ich am meer und hab ein wenig gechillt.
zurück in der stadt mit einem gefüllten bauch hatte ich nur noch bedarf nach was süßem und auf der suche nach einer geeigeten eisdiele lief ich yan über den weg: ein sehr offener cameruner, auf der suche nach arbeit mit dem ich bei 3 kugeln noch eine kl diskussion über de kulturellen attituden hatte...
gut ausgeschlafen war ich am nä Tag wieder bereit guides in die arme zu laufen und der erste erwartete mich schon am hassan turm neben dem mausoleum. seine erklärungen waren sehr gut und so ließ ich mich fallen und wurde am ende unsanft geweckt als die hand aufging, die sehr anspruchsvoll war: 50dh seien wohl zu wenig...pffff
gut gelaunt und schon ein wenig angwärmt ließ ich mir ein wenig fahrtwind ins gesicht wehen und fuhr zur chellah. der pegel sank durch die natürliche idylle dort, das storchschnabelgeklapper und besonders anne-marie streik! eine rüstige ältere schweizerin mit der intention auf ihren tagen noch ein arabisches land zu bereisen.
auf das motorrad wollte sie jedoch für den rück weg nicht steigen
abends hab ich noch diverse eisdielentets gemacht und im hotel ein wenig RTL geschaut...
früh aus den feder startete ich dann fr morgen schon vor 9 nach tanger und hab mich bei 140 wieder auf den tank gelegt. so war ich schon mittags sogar mit ticket ausgestattet an der faehre. nach abwehr der letzten ticketlocker und haschischverticker gings dann durch den zoll und da hab ich natuerlich wieder mal einen hingelegt![]()
die zollbeamten stehen grad vor mir und unterhalten sich als ich auf die geniale idee komme meine lenkerkamera rauszuholen um die auffahrt ins schiff zu filmen...
da war schnell rambazamba und ich konnte froh sein, dass sie mir die kamera nicht auseinandergenommen haben, aber daran hatte ich mal einfach wieder nicht gedacht, jetzt weiss ichs.
irgendwann kam ich dann auch mal auf dem schiff an und gegen halb 9 abends in algeciras in spanien.
ich war hundemuede und konnte nicht mehr richtig gucken, aber das fahren auf diesen strassen machte einfach wieder soviel spass dass ich die 260km bis granada noch bis mitternacht abgerissen hab. angekommen freute ich mich dann ueber yassirs gastfreundschaft und seinen biergeschmack. doch als ich mich schon fast aufs bett freute klingelte es an der tuer und der nachbar stand davor...auf gings also noch in die stadt und dementsprechend sitz ich jetzt noch auf der couch und muss aber langsam mal raus in die sonne.
bis spaeter
maz
und hier noch ein schmankerl von heut aus granada
...dafür gestern wieder eine grenze geknackt!
und zwar die 400km grenze. hab mir die route zagora-marrakesh vorgenommen und es dann abends sogar noch bis zu coleen auf den hügel in tahanoute geschafft!
es war eine anspruchsvolle und fettes brot,den fantas und turntablerockern sei dank daß ich nicht ausgeflippt bin. hab soviel schalten müssen wie noch nie vorher und zwischendurch gabs so geile buckel, daß das letzte was man machen konnte sich aufstellen und wie ein jockey abfedern war
, danach kam meist ne scharfe rve, die ich vorher wegen sonnenblendung nicht gesehen habund hinter der kurve stand immer schon jemand halb auf der strasse um mir irgendwelche steine ins gesicht zu halten...hat riesenspaß gemacht und hab sovieeeel fahren gelernt! hab mir wohl nur durch das viele fahrn die rechte schulter ramponiert, selbst ein wärmepflaster reichte noch nicht und so fahr ich heut nach rabat und such mir zum abschluß mal ein mittelklassehotel und chill dort noch nen tag!bis später
maz
1:0 fuer die Sahara
nach 3 Tagen hats mich rausgehauen und ich hab aufgegeben...
am ersten Tag war noch alles ganz easy, rauf aufs dromedar rein in die palmen und nach 1,5h waren wir auch schon an den bivuaks und ab dann war nur noch chillen angesagt. nachts hab ich versucht unterm sternenhimmel zu schlafen, wurde aber von einem kleinen sandsturm dazu gebracht doch ins zelt zu gehen.
am naechsten morgen musste ich mein fruehstueck gegen 2368532 Fliegen und 4 hungrigen Katzen verteidigen. Kurz danach ging es auch schon direkt ins Gelaendefahrzeug und weiter ins Herz der Wueste. Nach 2h Fahrt kamen wir bei einem kleinen Dorf an, wo bereits eine weitere Gruppe pausierte und das Mittagessen schon vorbereitete. Zu der Gruppe gehoerten Luise und Sebastian aus Paris, die mir von Ihren Erfahrungen berichteten, aber die Organisation auch noch nicht ganz verstanden hatten
So stellte sich im Laufe des Essens heraus, dass sie mit dem Gelaendewagen zurueck fuehren und ich mit Hambu weiter trekke. Ahh, das war der der bisher am wenigsten gesprochen hatte...Sehr schoen...Bevor wir losgingen holte er noch schnell Wasser und rief im Weggehen noch irgendwas vonwegen 'vorsicht, das isst Haende', aber da war es auch schon zu spaet, denn genau das dromedar was ich grad am hals streicheln wollte mochte es ueberhaupt nicht angefasst zu werden. Aber ich bekam die Hand grad noch rechtzeitig aus dem maul heraus. Die Organisation hatte ich so verstanden, dass wir tagsueber trekken und abends in bivuaks sind, aber als es langsam abend wurde dachte ich zunaechst der gute berbernormade haette den weg verloren, weil er die ganze zeit suchend jeden baum und jede duene inspizierte...aber an einem bestimmten baum sagte er dann 'so,hier bleiben wir heut nacht'.
also kein gruppenkuscheln mit anderen touris, sondern auch noch die nacht allein mit dem mann, der fast mehr deutsch als franzoesisch sprach, aber wir uns nicht verstehen konnten. haette aber nicht besser sein koennen: wir haben lecker essen gemacht und anschliessend noch ein feuer gemacht und die ganze zeit tee getrunken, nachts bin ich oft wach geworden, weil es schon sehr windig wird und mit den ersten sonnenstrahlen bin ich raus und das fruehstueck war fertig, und durch den fruehen aufbruch kam auch das fruehe mittagessen schon um halb 11, da war ich ja bestimmt mal frueher als meine liebe grosstante![]()
abends am naechsten baum angekommen breiteten wir die teppiche auf einem skarabaeennest aus und fingen direkt an das essen zuzubereiten denn wer sich nicht bewegt wird direkt von den fliegen attackiert. Nachdem das Essen fertig war merkte ich schon dass ich irgendwie gar keinen hunger hab: es war tierisch heiss den ganzen tag und nach dem mittagessen hatte ich schon eine h geschlafen, was ich sonst nie koennte. Sei's drum, gegessen hab ich abends trotzdem, nur leider mit der folge dass ich mir eine h spaeter den finger in den rachen schieben musste und die ganze nacht nicht schlafen konnte, nicht zuletzt auch weil die dromedare die ganze nacht tierisch aufgeregt waren. Als ich am naechsten Morgen hinter den Baum in den schatten zu hambuh ging zeigte er mir was der grund fuer die aufregung der tiere nachts war: als er aufstand und das fruehstueck machen wollte fand er hinter dem baum eine giftige schlange, die sich in den sand gerollt hatte...das war dann doch mein stichwort und mit dem fettesten sandsturm seit beginn im gesicht erpichte ich auf das gelaendefahrzeug. leider dauerte es bis zum vormittag dass diese bitte auch bei hambu vorgedrungen war und wir uns mit ammam trafen, der mich zum camp brachte. dort hab ich den nachmittag ueber gechillt und bin abends zurueck nach zagora. aber vorher hab ich wieder an den spruch gedacht 'einmal runtergefallen, direkt wieder draufsteigen' und hab noch eine targine gegessen![]()
meine erste tat in zagora war dann die aufsuche des naechsten hammams und entspannung zwischen maennern. anschliessend alle klamotten in die reinigung bringen und nen riesenteller reis im hotel gegessen. heut bin ich super ausgeschlafen und mach mich gleich auf den weg nach marrakesh, wo ich vorraussichtlich wieder bei coleen unterkomme und vielleicht noch einen tag bleiben werde.
also machts gut und bis bald, denn heut beginnt der rueckweg
der maz
Zagora und dann ab in die Wueste
Heut war mal ganz relaxt, da ich gestern ja soviel kilometer gerissen hab konnt ich mir ganz entspannt zeit lassen und hab erst am pool gefruehstueckt und dabei 2 Freiburger kennengelernt die grad aus der wueste kamen und auf dem rueckweg waren, so hatt ich schon mal einen preis und bin nach einer weiteren runde internetcafé aufgebrochen. Im Lonely Planet hatte ich gelesen dass es um agdz noch eine kasbah zu besichtigen gibt (sowas wie eine burg) aber da musste man erstmal hinfinden...nachdem ich 10km zu weit gefahren bin und aufgrund einer hoellischen piste zurueck gefahren bin fand ich sie dann doch auf einem huegel vor einem dorf
von der pflichtfuehrung und dem eintritt hatte ich bereits gelesen aber es war sehr interessant. das problem stellte sich dann bei der abfahrt weil ich wie immer voellig naiv einen kieshuegel steil hinauf gefahren bin ohne an den rueckweg zu denken...also war rutschen angesagt![]()
habs aber geschafft und mich mit angst und hitzeschweiss wieder auf den weg nach zagora gemacht.
dort angekommen wurd ich im internetcafé freundlich von idriss empfangen der mir gleich danach sein hotel zeigte und mich mit seinem bruder abdullah bekannt machte, der schon 3 jahre sprachschule in deutschland hinter sich hat und jetzt mit einem freund zusammen touren in die sahara organisiert. zusammen haben wir mir eine individuelle route ab morgen bis dienstag zusammengebastelt.
morgen mittag gehts los und ich bin echt schon gespannt
heut abend bin ich von ihnen noch auf ein bier eingeladen und werd mal wieder ein kleines interview machen, seid gespannt
ich bin etwas nachlaessig mit videos aber selbst die kleinsten brechen bei youtube immer wieder zusammen, daher bleib ich das wohl schuldig, aber von heut gibts schon ein paar fotos
bis bald




372km
meine bisher laengste und anstrengenste tour
nachdem ich mich von jesse und barka in agadir verabschiedet habe und meine sachen verstaut waren fuehlte sich die honda ganz anders an nachdem ich mehrere tage anhalter hinten drauf hatte und nun mal wieder ohne bedenken brausen konnte
nur leider war damit bald schon schluss, denn wer zu schnell faehrt verballert auch mehr benzin und das ist in tagen des transportstreiks rar geworden. so musste ich mir ein paar liter in einem ort erbetteln und trinkgeld draufzahlen damit ich auch noch in meiner oase agdz ankommen konnte. eigentlich wollte ich es bis zagora schaffen, aber die hitze macht einen echt platt und die route ging durch recht steiles und kurviges gelaende. Anspruchsvoll aber wunderschoen und einsam, so dass ich meine mittagspause an einem kleinen steinhuegel kurz vor dem draatal gemacht hab und weit und breit nur gruene felder und in der ferne hohe felsen hatte.
am hotel in agdz eingecheckt goennte ich mir erstmal direkt einen sprung in den kuehlen pool
und hab abends merklich im cybernetcafé den blog upgedatet.
gleich gehts weiter ins naechste kleine nest zagora und dort hoffe ich schnell eine tour in den sand zu finden.
also bis heut abend
die aussicht vom strand in agadir auf den huegel im norden an der kueste

Jesse und ich beim Chillout nach dem Fruehstueck auf den Dach unseres Billighotels in Essaouira mit Blick direkt auf die Brandung

Verregneter Morgen in Tahanoute nahe Marrakesh Danke Josh fuer dieses herzhafte Fruehstueck

Ankunft auf dem Dach von Coleens Appartement und Genuss eines Gin Tonics nach 360km zu zweit

Sonnenuntergangschillout auf einem Huegel vor Khenifra

die beiden aelteren Damen wollten mich direkt zum Essen und Uebernachten einladen...
Einsamkeit nicht mal an diesem einsamen Auslaeufer eines Flusses

Bin 4km Piste gefahren aber ploetzlich werd ich doch noch von einem Esel heim gesucht
Ankunft mit Josh in Tahanoute nach den 360km und einer mulmigen Nacht in Khenifra

Zeit fuer einen Schluck indonesischen wein
danke josh
Abdul gibt uns bei Issam die Ehre und zupft Flamenco

Mit einem Kugelschreiber waren die beiden auch schon zufrieden

aber ob sie davon gebrauch machen...
das aktuelle turtelangebot in der alten medina in fès

endlich ein bier nach mehrstuendiger suche eines unbeobachteten platzes

abdul, issam und ich an der wasserquelle in der naehe von fès

ein typischer marktstand in der alten medina

aber wie der mann da rein und rauskommt im dringenden fall...
schluss mit navi

ab tanger mal wieder die altmodische methode
hammamammamammam
Guten Abend,
nach mal wieder einigen Tagen Abwesenheit hier wieder ein Zeichen von mir.
bin in agadir an der atlantikkueste gelandet.
marrakesh war definitiv ein Erlebnis auch wenn ich nur einen halben Tag im Zentrum war, es war sehr fesselnd und laut Coleen hat es einer der Geschichtenerzaehler sogar geschafft mich zum Islam zu konvertieren (ich hab halt einfach nur das nachgesagt, was er mir vorgesagt hat
Abends war es eine fantastische Aussicht auf den Platz Djema-El Fna und die ganzen Leute, die sich darauf verirren und verwirren lassen.
Eigentlich wollten wir noch einen Tag laenger bleiben und in einem nahen Berg wandern, aber Coleen konnte uns nicht laenger hosten und so sind Jesse und ich auf dem Motorrad weiter nach Essaouira und Josh mit dem Nachtbus nach Dakhla um von dor weiter nach Mauretanien zu kommen. In Essaouira haben wir 2 schoene Tage in der kleinen Stadt gechillt und uns dem Sand, der durch die Luft fegt gestellt. Dabei sind wir dann auch Jimmy Hendrix Castle gestossen. Anschliessend war ich jedoch reif fuer meine erste Hammam hier und hab mir fuer umgerechnet drei Euro mal wieder alle Knochen gerade biegen lassen. Wenn ihr son Ding in eurer Naehe habt nicht lange zoegern, ich liebe es jetzt schon. Abends haben wir immer sehr nette kleine Restaurants mit familiaerer Atmosphaere gefunden und dann noch Karten geschrieben, gelesen und immer wieder in Konversation meine rudimentaeren Englischkenntnisse aufgebessert (Danke Jesse).
Seit Gestern sind wir nun in Agadir und hatten eine turbulente Ankunft weil wir mal 3,5h durch die Stadt gefahren sind ohne irgendwas zu finden und unsere Hosterin auch nicht erreichen konnten weil sich Marokko mal eben ueberlegt hat sein Telefonsystem umzustellen und die erste Ansage dafuer aber nur Arabisch macht (Danke netter Guy an der Rezeption des Ramaddar Hotels fuer die Aufklaerung)
Heute war dafuer die bisher schoenste Tour, die ich wohl je mit dem Motorrad gemacht habe durch das Paradiestal in der Naehe von Agadir.Beschreibungen kann man da nicht machen,ich liefer Fotos und hoffe alle kommen mal mit durch.
jetzt bin ich reif fuer die falle und hoffe morgen nicht wieder in aller fruehe von der NERVIGEN katze und herrchen wachmiaut zu werden.
gut nacht und bis zum naechsten ich hoffe aus der wueste
maz
hitchhiking to marrakesh
Da war ich doch glatt ein wenig verschwunden, bin aber wieder in Tahanout aufgetaucht in einer sehr schoenen Couchumgebung bei Coleen, die hier Social-Volunteer ist und in einer Maedchenschule arbeitet.
Bis hierher war es allerdings eine eher beschwerliche Reise: ich habe Fes wie geplant verlassen und bin nach Khenifra gefahren, der Weg dorthin war sogar ein wenig kalt, da ich Immer weiter zum atlas gekommen bin und die umgebung war eher trist und unbelebt. Angekommen in der Stadt hab ich direkt versucht Momo zu erreichen, der mir die Tour in die Berge und den Wuestentrip angeboten hat. Leider stellte sich heraus, dass er wohl angeblich nicht so leicht wieder von marrakesh nach hause kommt und ich musste mir ein kleines hotelzimmer nehmen. am naechsten tag hab ich eine tour um khenifra gemacht
und abends noch einen herzlichen wiederempfang auf einem huegel vor der stadt gehabt
Wohl gefuehlt hab ich mich bei dem gedanken mich diesem angebot direkt anzuvertrauen von anfang an nicht und es stellte sich auch als kleiner nebenverdienst von 2 jungen maennern heraus. Details liefer ich euch dazu wenn ich zurueck bin. Auf jeden fall war ich in der naechsten nacht bei den beiden nicht allein. Josh aus California kam spaet dawu und das war ein super gefuehl, denn die beiden hoster haben die ganze zeit nur mit der freundin vom einen arabisch gelacht und witze gemacht. In der nacht hab ich mir ueberlegt nicht auf die tour zu gehen und dank eines kleinen schafs den anstoss bekommen doch erstmal ein wenig am meer zu chillen (danke SCHAF).
Als ich am naechsten morgen josh meine tour zeigte und er sah dass ich richtung marrakesh unterwegs bin zoegerte er nicht lange und fragte mich ganz direkt, ob ich ihn nicht hinten drauf mitnehmen koennte….
360km – das bisher laengste auf der TOUR – mit einem 21-jaehrigen amerikaner ohne Schutzkleidung, klingt doch nach nem plan, also motorrad ueberladen und raus auf die strasse, die beiden guys haben wir mehr oder weniger ihrem schlaf ueberlassen und auch nichts liegen lassen![]()
die tour war auch gar nicht so anstrengend, es tat gut mal jemanden dabei zu haben und gegen 18uhr nach 7h fahrt mit kurzen pausen und etwas bangen, da zu streikzeiten nur noch wenige tankstellen mit dem richtigen benzin da stehen, sind wir dann doch angekommen und wurden vom vollmond ueber dem atlasgebirge begruesst und wenig spaeter von einer maedchenschule, in die sonst eigentlich kein mann rein darf.
Nach einer leckeren mahlzeit von der chefkoechin der schule wurden wir noch rumgefuehrt und sind danach zu coleen um den indonesischen liqueur von josh so wie einige gin tonics zu killen…
Heute ist es leider total neblig und es regnet, aber was kann es denn besseres geben an so einem tag als mal wieder mit drei couchsurfern die beine hoch zu legen und das kommende ein wenig zu planen?
Josh faehrt vorraussichtlich weiter in den sueden und ich moechte auf jeden fall ans meer und nehm vielleicht jesse (auch ne ami aus washington, die vor ihrem studium in malta noch urlaub macht) mit bis essaouira.
Ich hab mittlerweile schon knapp 400 fotos auf meiner karte und ich werd sie euch wohl schuldig bis fruehestens spanien bleiben, da die verbindungen hier sehr miserabel sind und ich auch leider seltener die chance auf einen computer habe.
Ich wuensch auf jeden fall noch nen schoenen tag und schoene gruesse aus dem nebel.
und hier noch ein eindruck vom weiteren tagesverlauf auf dem platz djemna-el fna
Slema Fès
Francais:
Fès est parti est c'était vraiment une experience avec des mauvaises et des bonnes. Le plus bonnes était Issam qui était un couchhoster gentil et toujours ambitieux de me passer une bonne journée. Merci beaucoup BRO! Il m'a montré la vielle Medina avec tous les Souks et avec son Arabic et des cigarettes on est toujours arrivés aux bonnes courses avec moins chèrs prix
!!!
On était souvent dans le Café Clock sur le toit au-dessous le soleil et le dimanche on a fait un trip au source d'eau avec Abdul pour chercher une place à degrasser et picoller un peu. Malheureusement en entraitment dans le bus quelqu'un trop vite a volé mon téléphone portable maroccain et ca était une des mauvaises experiences avec être appellé un racist parce que je n'ai pas voulu acheter de Haschisch sur la rue...
Mais finalement ça était vraiment cool ici et j'èspere de revenir pendant les prochaines années une fois. Donc, à bientôt Fès!
voici encore un video du batiment de Issam:
DEUTSCH:
Fès ist also vorbei und war sowohl schlechte wie auch gute Erfahrung. Die beste Erfahrung war wohl Issam, der ein sehr guter Gastgeber war, stets bemueht mir den Tag erlebenswert zu machen. Vielen Dank BRO! Er hat mir die alte Medina mit den kleinen Souks gezeigt und dank seines Arabisch und genuegend Zigaretten konnten wir immer mal wieder ein feines Souvenirschnaeppchen schlagen
!!!
Wir waren haeufig im Café Clock und haben einfach unter der Sonne auf dem Dach gechillt und am Sonntag haben wir gemeinsam mit Abdul einen Trip zu einer Wasserquelle gemacht um einen ruhigen Naturplatz zu finden und ein wenig Bier zu trinken. Beim Einstieg in den Bus ist mir leider mein marokkanisches Handy von einem flinken Taschendieb gestohlen worden und das war auch eine der schlechteren Erfahrungen, sowie als Rassist beschimpft zu werden weil ich kein Haschisch auf der Strasse kaufen wollte.
Alles in allem war es aber sehr cool hier und ich hoffe in den naechsten Jahren einmal wieder her zu kommen da ich sehr viele nette Leute kennenlernen durfte. Also, bis bald Fès!
und hier noch ein kurzes video mit einer tour durch das haus von issam und die nachbarschaft:
Salam aus Fès - der Koenigsstadt mit dem koeniglichen Issam
War ein paar Tage verschollen, aber nicht vom Erdboden verschluckt. Nachdem ich mir in Avignon die Stadt ein wenig angeschaut hab, hab ich abends noch Alain getroffen und wir haben mit einer mexikanischen Arbeitskollegin von ihm gekocht und gegessen.
nachdem wir dann 2 Flaschen Wein und einigen Schnaps aufhatten hab ich erzaehlt, dass ich nachmittags die Stadtmauern besichtigen wollte, aber keinen Aufgang gefunden habe.
darauf sagte Alain, dass es auch keinen gibt sondern man nur die Stadtmauern selbst von aussen anschauen kann und wenn man drauf wollte, waere das wohl jetzt die einzige Zeit![]()
gesagt und raus!
nachdem die beiden auf meinen koffern unterschrieben haben sind wir also zur mauer und haben ein paar Poserfotos gemacht. danach hat uns das Parcours-Fieber gepackt und wir haben einige Poeller neben der Strasse genommen. leider waren wir wohl schon etwas zu angetrunken und alain hat bei einem versuch den Poeller verfehlt und landete mit dem Steiss auf dem buergersteig![]()
damit sind wir dann nach hause und am naechsten morgen humpelte er angetrunken zur kueche um sein muesli zu machen. ich hab noch ein wenig gechillt und geskypt und bin mittags auf nach sète zur faehre. leider sagte man mir am schalter das schiff sei schon voll, das am selben abend ablegt und man koennte mich hoechstens auf die warteliste setzen und wenn moeglich wuerden sie mich nachmittags anrufen. also bin ich den ganzen tag in sète geblieben und das wetter hat zum glueck mitgespielt. als abends aber immer noch kein anruf da war bin ich nochmal persoenlich vorbei und hatte mich schon drauf eingestellt die tour durch spanien auf dem hinweg zu machen, da ich sonst noch bis samstag haette warten muessen. als mich die dame am schalter sah laechelte sie nur und sagte: achja, der typ mit dem motorrad, wir haben wohl doch noch ein plaetzchen fuer dich!
da gings mir wieder super!
also rauf aufs boot und nach dem checkin direkt mitten rein in die erste arabische nacht mit bauchtanz und musik, an die ich mich wohl nicht gewoehnen werde. aber das essen war schon supergut und der tag drauf war dem chillout und der routenplanung fuer marokko gewidmet. abends hab ich noch ein paar leute kennen gelernt und direkt eine einladung von siliram bekommen ihn in casablance su besuchen, ich koennte auch so lange bleiben, wie ich wollte. das einzig stoerende auf der fahrt waren meine zimmernachbarn serge und natama, ein paerchen auf dem weg nach hause nach mali, er 60 sie 40 und er ein echter matcho...naeheres nicht hier und spaeter!
am naechsten morgen sollte ich dann direkt meine erste lektion lernen: niemals einem marokkaner geld geben!!! als ich durch den zoll vor dem schiff wollte winkte mich direkt ein typ mit wichtig scheinender weste heran und bat mich doch mit dem motorrad durchzufahren, dann wuerde es schneller gehen und er wuerde sich mit mir zusammen um alle formalitaeten kuemmern. am polizeibuero bat er mich dann gleich ums erste trinkgeld. da er sehr freundlich war und auch noch deutsch sprach, kam ich dem auch nach um auch nicht unsere deutsche spendable freundschaft zu schaenden, aber wieviel schreib ich hier jetzt nicht![]()
am polizeioffice ging auch alles glatt, dann fehlte ja nur noch die versicherung fuers motorrad, fuer dessen hilfe ich doch ihm nochmal was geben sollte, das er dann dem douanier geben wollte und natuerlich nochmal mit dem beisatz wir deutschen wuerden uns doch in ihrem land immer so gut amuesieren...
auf jeden fall konnt ich dann doch erst eine h spaeter aufbrechen und hatte dann aber gelernt, hier nicht sooo auf dicke hose zu machen. die gelegenheit das gelernte anzuwenden bekam ich dann auch gleich in larache, wo ich meine erste pause am strand machen wollte. ich hatte es sogar geschafft in diesem rummeligen land in der stadt einen handyshop zu finden und mir ein prepaidhandy zu erhandeln. am strand angekommen kam direkt ein aelterer marokkaner auf mich zu, der natuerlich auch wieder deutsch sprechen konnte und mir schnell ein tuetchen aus seiner tasche unter die nase hielt und mir shit verkaufen wollte. als ich nach viel generve dann meine pause abbrach und einfach aufbrach, sah ich im rueckspiegel nochmal nach und entdeckte ihn auf dem boden liegen und bettelnd.
die fahrt nach Fès weiter war einfach traumhaft. gruene huegellandschaften, komische strassen-mal gut, mal schlagloecher, mal einfach nur rote erde-,ueberall menschen auf fahrraedern, eseln,kutschen oder zu fuss und was am schoensten war: KLEINE SCHAFHERDEN!!! alle 100m am strassenrand und jede herde hatte grad junge laemmer. klar hab ich dann auch mal bei einer herde angehalten und kleines auf den arm bekommen.
die 300 kilometer gingen echt sehr gut und einfach runter, aber ich bin auch noch ein wenig zu draufgaengerisch unterwegs und ich habe schon heute allein mindestens 30 kontrollen gesehen wurde aber immer - obwohl ich viel zu schnell war oder direkt vor der kontrolle im ueberholverbot eine kolonne mitgenommen habe - durchgewinkt. Lucky man!!!
die kraefte liessen dann aber kurz vor Fès nach und es wurde zum abend hin richtig kalt. das gute ist ja dass an den tankstellen immer gleich ein guy auf dich zukommt und alles fuer dich erledigt, alles was noch bleibt ist ein handschuh aus und geld aus der tasche ziehen, super bikerfreundlich!!!
dank meines marokkanischen neuen handys konnte ich issam auch schon vorher bescheid geben wann ich wohl ankommen und einen eigentlich einfach treffpunkt direkt vorm palais royale ausmachen...bin dann aber trotzdem einmal um die medina bis ich ihn gefunden hab.
als ich angekommen bin und gegenueber dem eingang einen passanten zur abischerung fragen wollte, ob das hier der palais ist, bevor ich issam anriefe und ihn falsch orderte, rief uns ein polizist vor dem eingang zu ich sollte doch mal rueber kommen. sehr diplomatisch und mit den nettesten erklaerungen ging ich also rueber, aber die polizei hier ist echt die beste, die ich je kennengerlernt habe und dazu kommt, dass sich hier auch alle dafuer interessieren, warum hier so ein dickes moto durch die strassen faehrt. ich durfte sogar noch ein foto von den guardians und dem eingang machen. dann kam issam und ich hatte den wohl bisher besten empfang auf meiner tour. wir brachten das motorrad in eine tiefgarage am palast und issam hat fuer mich im voraus einen guten preis ausgehandelt. dann ging es nach dem auspacken auch direkt rein ins leben: 2m breite strassen, rechts und links ueberall geschaefte und verkauefer und ploetzlich biegen wir einfach so ab und laufen alle 2m um eine neue ecke bis wir vor einem grossen weissen haus stehen und issam mir nochmal erklaert, ich sein in SEINEM haus sehr willkommne und koennte so lang bleiben, wie ich wollte.
da sitz ich also nun und der gute hat mir sogar noch ein essen gemacht und mich schon seinen freunden vorgestellt. ich bin gespannt, was morgen kommt, wenn wir uns die stadt ansehen und werd versuchen zwischendurch auch noch ein paar fotos und videos hochzuladen. bis dahin erstmal gute nacht, ich bin platt!!!









